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Freunde des Schauspiels Bonn

Als 2006 Pläne bekannt wurden, die Kammerspiele in Bonn-Bad Godesberg zu schließen, initiierte eine Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger eine Kampagne mit verschiedenen Veranstaltungen zum Fortbestand der beliebten Hauptspielstätte des städtischen Schauspiels. In einer Unterschriftenaktion wandten sich mehr als 30.000 Bürger, darunter viele Geschäftsleute, gegen die Schließung der Kammerspiele. Nachdem die Existenz der Kammerspiele als Hauptspielstätte des Schauspiel Bonn zugesichert worden war, beschloss der „Initiativkreis pro Kammerspiele“ sich als gemeinnützige Gesellschaft „Freunde der Kammerspiele e.V.“ neu zu formieren.
Jährlich vergibt die Gesellschaft nach einer Publikums- und Mitgliederbefragung den Bonner Theaterpreis „Thespis. Die Gesellschaft lädt regelmäßig im Rahmen einer Reihe „Ein-Sichten“ zu Vorträgen und Gesprächen Persönlichkeiten aus der Theaterwelt sowie Kulturpolitiker ein. Wir fördern die kulturelle Bildung der Jugend durch Heranführen an das Sprechtheater u.a. das jährliche Schultheaterfestival „Spotlights“. Die Mitglieder der Gesellschaft treffen sich monatlich zu  einem „Jour fixe“

Theater Bonn im Live Stream oder auf Instgram zu erleben

Unterm Rad, die Schauspielbranche des Theater Bonn hat in einem viermonatigen und intensiven Workshop- und Probenprozess ein aufwändiges, partizipatives Projekt mit mit Bonner Schülerinnen und Schülern sowie zwei  Ensemblemitgliedern realisiert. Erarbeitet wurde eine Bühnenfassung von Herrmann Hesses 1906 erschienenen Roman „Unterm Rad“. Zentrale Figur ist der Schüler Hans Giebenrath mit seinem ihm aufgezwungenen oder eingebildeten Ehrgeiz, seinem Drang nach Freiheit und seinen Problemen mit der schulischen Ordnung siwe seinem Scheitern. Besonders interesssant ist, wie diese Figur und seine Kontrahenten von den zwei Dutzend vorwiegend Schülerinnen dargestellt wird. Es bleibt beim Betrachten offen, was auf dem gezeigten Lebensweg Imaginationen des Schülers sind, vielleicht alles? – und was Realität ist.  Schon daher ist diese Inszenierung sehens- und bewundernswert. Im Netz bei „Theater Bonn – Stream“ kann die Produktion noch am 29. Juni und am 2. Juli kostenfrei ab 19.30 Uhr abgerufen werde.  K. Tudyka-FdS Kuratorium

Neues von guten Bekannten

Bonner-Theaterpreis Thespis 2020

Alois Reinhardt erhält den Bonner Schauspiel-Preis „Thespis“ 2020

Die Mitglieder des Vereins der Freunde des Schauspiels Bonn haben abgestimmt und sich unter den vier per Zuschauerumfrage für den jährlichen „Thespis“-Preis nominierten Ensemble-Mitgliedern  entschieden für Alois Reinhardt. Der gebürtige Schweizer (*1981) ist seit 2013 fest am Bonner Schauspiel engagiert. Nach einer Ausbildung zum Theatermaler absolvierte in Bern sein Schauspielstudium und absolvierte diverse Kurse für zeitgenössischen Tanz. Sehr körperlich angelegt waren etliche Rollen, mit denen er das Bonner Publikum überzeugte. Angefangen bei der Satan-Figur in „Karl und Rosa“ bis hin zu dem als Wahnsinniger getarnten Edward in Shakespeares „König Lear“, inszeniert von Luise Voigt.  Kurz nach der Premiere mussten weitere Vorstellungen leider wegen der Corona-Pandemie abgesagt  werden. Wiederaufgenommen wurden in der laufenden Spielzeit jedoch Beckets „Warten auf Godot“, wo Reinhardt als Lucky brillierte, und Shakespeares „Sommernachtstraum“ als Familienstück. In letzterem begeisterte Reinhardt, der sich selbst als „Familienmensch“ sieht, als quirliger Puck Kinder und Erwachsene gleichermaßen. 2016/17 überzeugte er als Außenseiter Christian in Thomas Manns „Buddenbrooks“, 2017/18 als Caliban in Shakespeares „Sturm“. In der vorzeitig beendeten Saison 2019/20 war er noch als starrköpfiger Major Tellheim in Lessings „Minna von Barnhelm“ zu sehen. Die Schauspielfreunde vergeben ihre renommierte Auszeichnung an einen vielseitigen Künstler, der mit seiner unverwechselbaren Präsenz und zahlreichen eigenwilligen Figurengestaltungen als „Menschenforscher im öffentlichen Kulturlabor“ das Profil des Bonner Schauspiels über etliche Jahre deutlich mitgeprägt hat. Preisverleihung per Videostream

Lars Figge

Zum Bonner Theater-Preis „Thespis“ wird auch der sogenannte „Sonderpreis des Vorstands“ verliehen.  Die bisherigen Preisträger waren die Souffleuse Angelika Schmidt, der Inspizient Andreas Stubenrauch  und Jan Schulze, der Leiter der Werkstätten. Name und Funktion verraten: Mit dem Sonderpreis des Vorstands sollen Mitarbeiter von Theater Bonn geehrt werden, deren Wirken zwar unverzichtbar für das Gelingen eines Theater-Abends ist –  aber selten oder nie mit Scheinwerferlicht und Beifall vom Publikum gewürdigt wird. In der durch Corona verkürzten Saison 2019/20 wurde dieser Preis einstimmig an den Video-Künstler Lars Figge verliehen. Seit Jahren gehört seine Video-Zusammenfassung  der abgelaufenen Saison anlässlich der Verleihung der Thespis-Preise zu den Höhepunkten jeder Thespis-Feier. Man muss erlebt haben, mit welcher Kunstfertigkeit er die Kombination der Kernszenen aller Produktionen rhythmisiert, mit Schnitten, die in bruchloser Logik und Musikalität das Motto der Saison verdeutlichen. Mit seinem bemerkenswerten Video zur Verleihung der Thespis-Preise, das unter schwierigen Umständen und in kürzester  Zeit gedreht werden musste, hat er den Freunden des Schauspiels Bonn den Höhepunkt der Corona-Saison gerettet.  Die Freunde des Schauspiels gratulieren von Herzen. Konrad Lang Einladung zur Bonner Theaterpreisverleihung 2020  per Video von Lars Figge-Theater Bonn

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Rückblickend hat sich für jeden von uns die Lebens-Situation schlagartig und fundamental geändert. Jahrzehntelang durften wir uns daran gewöhnen, dass dank hoch entwickelter Technologie die Naturgesetze ausschließlich unserem permanent wachsenden Komfort und Wohlstand dienen. Verdattert dämmert nun auch uns Wohlstandsbürgern, was unsere Vorfahren nur allzu gut wussten: Letztlich definieren die Gesetze der Natur unsere Lebenswelt – nicht wir selbst, auch wenn wir diese Behauptung noch so häufig wiederholen und noch so liebend gerne glauben. Diese Erkenntnis ist banal und kaum mehr als ein Gemeinplatz, solange sie hier und da von Einzelnen geäußert wird. Wird sie aber von einer Mehrheit verstanden und politisch umgesetzt, so könnten die Auswirkungen von fundamentaler Bedeutung sein. Die Corona-Krise ist eine existentielle Bedrohung für uns alle; es ist daher durchaus möglich, dass die angedeutete politische Wirkung eintritt – und das könnte eine sehr gute Nachricht sein. Mehr Optimismus kann ich im Augenblick beim besten Willen nicht aufbringen Dr. Konrad Lang Vs. FdS, April 2020

Theaterpreis Einsichten Jour fixe

Theaterpreis Einsichten Jour fixe

5  Fragen 5  Antworten

5  Fragen 5  Antworten

Nostalgie Erhalt Kritik

Nostalgie Erhalt Kritik

Lena Geyer ist eine ernsthafte Spielerin, die alle ihre vielschichtigen Figuren dem Publikum nahe bringt.

Lena Geyer

2019

Lena Geyer ist eine ernsthafte Spielerin, die alle ihre vielschichtigen Figuren dem Publikum nahe bringt.

Hajo Tuschy überzeugte u.a. in der unvergesslichen Aufführung von „Herz der Finsternis“ (Regie: Jan-Christoph Gockel) in der Halle Beuel und in der Werkstatt bei der Uraufführung von „Traurigkeit und Melancholie“.

Hajo Tuschy überzeugte u.a. in der unvergesslichen Aufführung von „Herz der Finsternis“ (Regie: Jan-Christoph Gockel) in der Halle Beuel und in der Werkstatt bei der Uraufführung von „Traurigkeit und Melancholie“.

Mareike Hein kann ganz bodenständig auftreten und plötzlich existenzielle Zweifel aufscheinen lassen.

Mareike Hein kann ganz bodenständig auftreten und plötzlich existenzielle Zweifel aufscheinen lassen.

Glenn Goltz macht mit faszinierender Genauigkeit immer wieder die Widersprüche seiner Bühnenfiguren transparent.

Glenn Goltz macht mit faszinierender Genauigkeit immer wieder die Widersprüche seiner Bühnenfiguren transparent.

Vorschau

Einsichten

18. Februar 2020, 19 Uhr, Prof. Dr. Norbert Oellers, Vortrag „Der Satiriker Friedrich Schiller“ Beispiele für kolorierte satirische Zeichnungen von Schiller werden reproduziert

Theaterpreis

Verleihung des Bonner Theaterpreises 2020

per Videostream

Jour fixe

in der Regel  2. Mittwoch des Monats

im Restaurant Löwen  Bad Godesberg jeweils 18.00 Uhr zur Zeit aus gegebenen Anlass ausgestzt.

Die Freunde der Kammerspiele im neuen Gewand – mit gleichen Inhalten! Im Zuge der Umbennung  des zukünftigen Schauspieldirektors Jens Groß der Hauptspielstätte  Kammerspiele in Schauspielhaus, wechselten auch die Freunde der Kammerspiele in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ihren Namen zu Freunde des Schauspiels Bonn. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Zweck des Vereins um den Passus ergänzt,  der den Einsatz für den Erhalt des Schauspielhaus Bonn am  Theaterplatz in der Satzung  festschreibt . A.B.